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8. Kulturtage in Rerik vom 08. - 13. Oktober 2012 |
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Alfred Andersch schreibt in seinem Roman vom kleinen Fischerort Rerik am Haff.
Der Leser des Romans sucht im heutigen Ostseebad Rerik jedoch vergebens nach einigen Merkmalen, die im Buch
sehr detailliert beschrieben wurden. Für den Autor ist Rerik eher ein fiktiver Ort,
Sinnbild für eine Kleinstadt im Dritten Reich. Alfred Andresch vereint in seinem
Roman mehrere Schauplätze, zu denen neben der Ostseeküste, Rerik mit seinem Salzhaff und der
Halbinsel Wustrow, auch Wismar und Güstrow zählen:
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Im Mittelpunkt der Flucht stehen Rerik und das Haff. Eine Rekonstruktion des Fluchtweges gestaltet sich vor Ort
jedoch sehr schwierig. Einige genaue Beschreibungen scheinen sich mit der Realität einfach nicht zu decken. Der Leuchtturm
steht entweder an der falschen Stelle oder hat die falschen Farben, die Lotseninsel gibt es nicht im Salzhaff usw.
Hier wird schnell klar, dass der Autor nicht versuchte einen realen Ort zu beschreiben, sondern viele seiner
Impressionen in den Roman einflossen. Die einzigartige Landschaft, das malerische Salzhaff und der überwältigende
Blick auf das offene Meer können Sie im Ostseebad Rerik jedoch jederzeit genau so antreffen,
wie sie im Roman beschrieben wurden.
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Viele Schauplätze findet man in Wismar wieder. Dort gibt es den Bahnhof, auf dem Judith mit dem
Zug aus Lübeck ankommt. Hier findet man mehrere Gasthöfe, die als "Wappen von Wismar" herhalten können.
Im Gegensatz zu Rerik hat Wismar auch einen Überseehafen, an dem größere Schiffe anlegen können, die den
Ostseeraum befahren. Ebenso kann man hier die sechs Kirchtürme, vier Einzeltürme und einen Doppelturm,
entdecken. Helanders Kirche St. Georgen befindet sich ebenfalls in Wismar. Sie wurde im Krieg stark
beschädigt und wird zur Zeit restauriert.
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Ernst Barlach (1870 bis 1938) lebte und arbeitete in Güstrow. In der jetzigen Ernst-Barlach-Gedenkstätte
ist der 'lesende Klosterschüler', eine der Hauptfiguren des Romans, zu bestaunen. Diese expressive Skulptur wird
im Roman besonders einfühlsam beschrieben. Die Plastik ist im Original 115 cm hoch.
Ein Nachguss von Barlachs 'Schwebenden Engel' befindet sich im Güstrower Dom. Das Original wurde, wie 381 seiner
Kunstwerke als 'entartete Kunst' von den Nationalsozialisten vernichtet.
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